Jobwünsche 2015:  Jeder 3. Arbeitnehmer ist bereit zum Jobwechsel

Die Zahl derer, die einen Neustart überlegen, ist größer als vermutet: Laut Forsa-Umfrage ist jeder Dritte offen für einen beruflichen Wechsel oder plant ihn sogar konkret. Bei den Jüngeren und geringer Verdienenden sind sogar vier von zehn Befragten auf dem Absprung.

Geld allein macht Arbeitnehmer nicht glücklich

Einig sind sich alle Befragten einer Forsa-Umfrage darin, dass Geld allein nicht glücklich macht. Auch für Erwerbstätige mit geringerem Einkommen ist das Gehalt nicht das ausschlaggebende Kriterium bei der Jobsuche. – Für nahezu alle steht eine positive Arbeitsatmosphäre an erster Stelle (98%), dicht gefolgt vom Verhalten des Vorgesetzten (93%). Das Gehalt ist für 85% ein wichtiger Faktor, nahezu gleichauf mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (81%). Während es Frauen vergleichsweise häufiger darauf ankommt, dass ihr Job sinnvoll ist und dem Gemeinwohl dient (77% vs. 61% bei Männern), legen Männer eher Wert auf gute Aufstiegschancen (63% vs. 55% bei Frauen).
> Quelle: XING/forsa, Befragung von 1.008 Erwerbstätigen in Deutschland im Januar 2015

Nicht zu kritisieren ersetzt kein Lob

Welchen Einfluss haben Lob und Anerkennung auf die Motivation und Kündigungsverhalten von Fach- und Führungskräften? Einen interessanten Artikel zum Thema finden Sie im Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/wirtschaft/karriere/article134801709/Nicht-meckern-ist-Lob-genug.html

Immer mehr Arbeitnehmer haben innerlich gekündigt

Ob ein jähzorniger Chef, zu viele Aufgaben gleichzeitig, fehlende Perspektiven im Unternehmen oder die tägliche Unterforderung: Viele Arbeitnehmer sind mit ihrer aktuellen beruflichen Situation unzufrieden. Knapp ein Viertel aller Beschäftigten ist sogar aktiv auf der Suche nach einem neuen Job! Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 2.000 Arbeitnehmern, die 2014 vom Personaldienstleister Orizon durchgeführt wurde.

Knapp 20 Prozent der Beschäftigten in unbefristeter Festanstellung sind laut der Umfrage aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle. Frauen liegen dabei nur rund 0,2 % unter der Zahl wechselwilliger Männer.  Von den 20 bis 29 Jahre alten Umfrageteilnehmern suchen 34 % nach einer neuen Herausforderung, bei den Arbeitnehmern über 50 Jahren sind es knapp 17 Prozent.  –  Die Gründe liegen oft im Betriebsklima. Doch auch ein schwieriges Verhältnis zum Chef oder zu Kollegen sind ausschlaggebend für den Abschied aus einem Unternehmen. „Der Grat zwischen Burnout und Boreout ist schmal“, so Traub, Geschäftsführer von Orizon. „Viele Arbeitnehmer sind gestresst bis überfordert und mindestens ebenso viele sind gelangweilt durch eintönige Aufgaben.“
> Quelle: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/arbeitnehmer-motivation-13234478.html

Nur jeder zweite Beschäftigte ist an seinem Arbeitsplatz zufrieden

Die Ergebnisse der Studie „Jobzufriedenheit 2013“ ergaben u. a., dass 48 % aller Studienteilnehmer mit ihrem Job unzufrieden sind und sich bessere Arbeitsbedingungen wünschen! Konkret bemängelten davon zum Beispiel 15 % die fehlende Anerkennung für ihre Leistungen. Dass ihnen ihre aktuelle Tätigkeit keinen Spaß mehr macht, sagten 11 %. Weitere 10 % nannten mangelnde Abwechslung in ihrem Job als Grund und für 5 % war das negative Arbeitsklima die Hauptursache für ihre Unzufriedenheit.

Diese Zahlen sind alarmierend. Vor allem weil berufliche Unzufriedenheit erhebliche negative Auswirkungen auf die individuelle Arbeitsmotivation, die Effektivität und nicht zuletzt auf die Gesundheit hat!
> Auf Basis des sogenannten „YouGov Omnibus“ (https://research.yougov.de/services/omnibusse/) wurden 1.060 Menschen vom 2. April bis 4. April 2013 repräsentativ befragt.

Studienergebnisse zu den Kosten durch innere Kündigungen

Die Gallup-Studie belegte bereits 2012 eine Entwicklung, die ich in meiner täglichen Beratungspraxis  ebenfalls seit einigen Jahren beobachte. In Zeiten zunehmender Arbeitsbelastungen kommt für Führungskräfte meist die Aufmerksamkeit für die Belange der Mitarbeiter zu kurz. Dadurch bleiben Lob und Anerkennung im Alltag aus, negative Kritik wird wenig konstruktiv geäußert und auch die Unterstützung der Mitarbeiter am Arbeitsplatz bleibt auf der Strecke.

Auf Seiten der Arbeitnehmer führen Versäumnisse im Führungsverhalten dazu, dass Arbeitsfreude und –Einsatz kontinuierlich abnehmen. Einst hoch motivierte Mitarbeiter zeigen immer weniger Eigeninitiative, werden häufiger krank und kündigen schließlich innerlich.

Die Auswirkungen innerer Kündigungen für Unternehmen und Wirtschaft sind gravierend! Marco Nick (Strategic Consultant bei Gallup) betonte seinerzeit bereits, dass nach den Hochrechnungen der Studie dadurch jährliche Produktivitätseinbußen im Wert von EUR 112 bis 138 Milliarden entstehen, die einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten!

Wie negativ sich Unzufriedenheit und innere Kündigung  in der Belegschaft auf Umsatz und Unternehmenserfolg auswirken, bekam ein Firmenkunde von mir besonders deutlich zu spüren. Lesen Sie hier, wie meine Externe Mitarbeiterberatung dafür sorgte, dass Motivation und Umsatz in kurzer Zeit wieder spürbar angestiegen sind.

*) Die kompletten Ergebnisse vom Gallup Engagement Index 2012 zur Zufriedenheit in deutschen Unternehmen und das Interview mit Marco Nick finden Sie hier: www.gallup.com/strategicconsulting/158162/gallup-engagement-index.aspx

Wie kann ich Ihnen helfen?

Ich würde mich über Ihren Anruf freuen, sodass wir einen ersten Eindruck voneinander gewinnen können.

 

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